Neuroleptika (inkl. atypische Neuroleptika) sind generell wenig zur Phasenprophylaxe geeignet, da sie extrapyramidal-motorische Störungen auslösen können und im Gegensatz zu den Stimmungsstabilisierern nicht phasenprophylaktisch wirken. Sie sollten deshalb eher in manischen Phasen oder Mischzuständen angewendet werden. Wenn Mischzustände länger andauern und deshalb eine längere Gabe von dopaminsenkenden Mitteln notwendig wird, ist dies nicht als Phasenprophylaxe zu betrachten, sondern als Behandlung einer lang andauernden Phase.
Wenn in der Manie keine Möglichkeit einer Erholungsphase mehr gegeben ist, ist eine künstliche Dämpfung erforderlich. Eine Dauerbehandlung mit Neuroleptika ist meist nicht notwendig und verursacht zudem unverhältnismäßig viele Nebenwirkungen und schränkt die Lebensqualität Betroffener erheblich ein.